Eino Leino

Heute einer der Klassiker der finnischen Literatur – Eino Leino. Eine Generation nach Aleksis Kivi geboren, der heute als Nationaldichter gilt, studierte er in Helsinki und erlangte schon recht früh Anerkennung für seine Werke. Heute ist er so etwas wie der Goethe von Finnland für die Finnen, ein immer wieder gelesener, neoromantischer Dichter, der sich viel mit dem Wesen und der Seele seines Landes, aber auch dem Schicksal der Menschen an sich beschäftigte. Finnland erlangte 1918 seine Unabhängigkeit und rutschte direkt danach in einen blutigen und extrem gewalttätigen Bürgerkrieg, der die Nation jahrzehntelang prägen sollte. Bis heute ist das Trauma spürbar.

Leino kam mit der Veränderung nicht zurecht, sein Enthusiamus für seine Heimat und ihre Entwicklung erlahmte, in der Folge ließ auch sein Einfluss nach. „Das Leben war immer ein Kampf mit ewigen Kräften“, soll er gesagt haben. Leino beschäftigte sich viel mit Folklore und mythologischen Themen, was in Finnland gleichbedeutend mit Literaturhistorie ist. Er starb mit 47.

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